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Kann man Erfolg anziehen?

Kann man Erfolg anziehen?

Wer sich mit motivierender Literatur befasst, stößt früher oder später unweigerlich auf Dinge wie “Bestellungen beim Universum” oder ein “Gesetz der Anziehung” und ähnliche Dinge, die viele in den Bereich des Esoterischen einordnen.

Nun mag man der Esoterik durchaus kritisch gegenüber stehen, ohne deshalb zwangsläufig die Grundidee, die hinter diesem weit verzweigten Gedankengut steckt, in Bausch und Bogen abzulehnen.

Hier will ich den Versuch unternehmen, auch einem überzeugten Skeptiker eine Sicht der Dinge zu eröffnen, die ihm größere Flexibiltät um Umgang mit solch ungewöhnlichen Aspekten des Geistelebens ermöglichen.

Wer schon mal das Glück hatte, eine Schwangerschaft zu erleben, - wobei es egal ist, ob als werdende Mutter oder werdender Vater - der kann fast sicher ein “Lied davon singen”, dass es plötzlich jede Menge schwangere Frauen gibt, wo man doch noch am Tag vor der frohen Botschaft nicht eine einzige gesehen hat.

Dieses Phänomen kennt fast jeder, und es braucht gar nicht eine Schwangerschaft sein - es könnte sogar etwas so Simples wie ein Piercing sein: Seit man sich das Ohr schmücken ließ, sieht man überall Seinesgleichen!

Was steckt dahinter? War hier eine Bestellung bei Universum aufgegeben vielfach ausgeliefert worden? Oder kam das Gesetz der Anziehung zum Wirken und brachte plötzlich all diese Manifestationen in unsere Welt?

Es gibt eine ganz einfache Erklärung für das beschriebene Phänomen, welche auch die “Bestellungen” und die “Anziehung” erklären kann:

Wir nehmen besser, klarer, bestimmter wahr, womit unsere Aufmerksamkeit beschäftigt ist. Diese höhere, schärfere Wahrnehmung ist die Ursache dafür, dass wir Dinge wahrnehmen, die wir zuvor “einfach übersehen” haben. Unsere Wahrnehmung war in dieser Hinsicht “unter normal”, sie war in gewisser Weise auf “Abblendung” eingestellt.

Mit erweckter Aufmerksamkeit ist auch unsere Wahrnehmungsfähigkeit geschärft, und zwar genau im Hinblick auf den Gegenstand unserer Aufmerksamkeit. Diese Wahrnehmungsfähigkeit ist NICHT die Sehschärfe der Augen … es ist eine geistige, das heißt nicht materielle, nicht physische - wenn Sie wollen gedankliche - Qualität.

Auch die “Bestellungen beim Universum” lassen sich damit erklären. Viele Menschen sind blind für Gelegenheiten, die sich uns im Leben bieten, sie tauchen auf und gehen einfach unbemerkt vorüber. Viele Menschen sind blind für all das Gute um sie herum, sie sehen nur das Böse - und erfahren es in der Folge auch.

Sind wir durch entsprechende Vorbereitung jedoch in einem Zustand erhöhter Wahrnehmungsfähigkeit, nehmen wir plötzlich Dinge wahr, für die wir noch vor kurzem blind waren. Wir sind empfänglicher für’s Gute und weniger empfänglich für’s Böse (oder umgekehrt … je nach Einstellung).

Uns das “Gesetz der Anziehung”? - Es drückt den gleichen Umstand in anderen Worten aus … ich meine, es ist nicht so, dass wir plötzlich zuvor nicht vorhandene Dinge “anziehen”, sondern dass wir in Wahrheit Dinge wahrnehmen, die unserem Blick zuvor verschlossen waren. Und jetzt, wo wir sie wahrnehmen, nehmen wir sie als “neu in unsere Welt gekommen” wahr.

Da gibt es Menschen, die sind so gut wie ständig in höherer Wahrnehmungs-Bereitschaft, und sie finden überall Möglichkeiten, die andere als Unmögliches erscheinen. Die Erfolgreichen unterscheiden sich von den Versagern im Grunde zuerst durch die Intensität und Qualität ihrer Wahrnehmungen.

Auch der immer wieder gegebene Rat, seine Ziele aufzuschreiben und regelmäßig zu betrachten, findet hier eine recht plausible Erklärung: Man stellt sich auf das Erwünschte, das Ersehnte ein, stimmt seine Aufmerksamkeit darauf ab und wird dadurch “empfänglicher” für alles, was dem Ziel und seiner Realisierung dient.

Im Grunde ist wirklich nicht viel mehr erforderlich, als die Bereitschaft, das Ganze einem unvoreingenommenen Versuch zu unterziehen.

Wer allerdings mit der vorgefassten Überzeugung, dass dies alles Humbug sei, diesen Versuch unternehmen wollte, besprüht die Linse seines geistigen Auges mit schwarzem Lack … er wird im Laufe des Versuches und am Ende nichts anderes sehen, als er zuvor schon wusste.

Dennoch ist nicht alles verloren … es könnte ja sein, dass ihm eines Tages von seinem Arzt eröffnet wird, er habe essenziellen Bluthochdruck diagnostiziert, und welche Risiken für das Leben damit einhergehen. … Wie durch Zauberei könnte er in den darauf folgenden Tagen von mehreren Seiten erfahren, dass noch jemand daran leidet. Vielleicht fallen ihm dann Schuppen von den Augen und er gesteht sich selbst ein: “Da ist vielleicht doch was dran?”

Über den Autor:
Helmut Karl befasste sich zwischen 1977 und 1995 ausführlich mit Lernkultur, Lernkunde und Erfolgskunde. Er verfasste mehrere “Fibeln” (kleine bebilderte Fachbücher) zur Lernkunde, zur Lesekunde, Schreibkunde, fundamentalen Rechtschreibkunde und Grammatik für Legastheniker. In den Jahren 1982 bis 1995 entwickelte Helmut eine “Korrektive Lese- und Schreibtechnologie” für Legastheniker, die an Hunderten von Schülern sehr gute und dauerhafte Erfolge brachten. Seit 1998 befasst er sich mit Vermarktung und Geld verdienen im Internet http://www.businesspark.org

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