Das Aussterben der Logopädie
Die Logopäden in Deutschland stehen vor Ihrem Exitus. Mit dieser Aussage übertreibe ich mit keiner Silbe.
Den logopädischen Praxen geht es extrem schlecht. Viele freiberuflich tätige Logopädinnen und Logopäden tragen sich mit dem Gedanken, Mitarbeiterinnen zu entlassen oder ihre Praxis ganz aufzugeben. Ein Grund hierfür ist die schlechte Bezahlung der Logopädie durch die gesetzlichen Krankenkassen.
Die Preise für logopädische Leistungen werden zwischen den Berufsverbänden der Leistungserbringer und den Krankenkassen ausgehandelt. Dabei nutzen die Kassen ihre dominante Position als mehr oder weniger einziger Abnehmer dieser Leistungen in verantwortungsloser Weise aus und verweigern seit Jahren angemessene Preisanpassungen. Knappe Kassen im Gesundheitssystem und ein Verteilungskampf um begrenzte Ressourcen, bei dem die kleinen Berufsgruppen regelmäßig schlechte Karten haben, verschärfen aktuell die Situation.
Mit der Aktion ‚Erst fehlt das Geld, dann fehlen die Worte!‘, versuchen engagierte Logopäden sowie der Bundesverband (dbl) auf die Missstände hinzuweisen.
Leider gibt es keine wirkliche Lobby für diesen Berufsstand.
Ich möchte jedoch nicht erleben, dass Menschen keinerlei Möglichkeiten mehr haben, Ihre Sprachstörungen, Sprechstörungen oder Schluckstörungen behandeln zu lassen, da dieser Berufsstand langsam auszusterben droht.
Ebenfalls dramatisch wäre dies für Pflegeheime, da viele ältere und zudem kranke Menschen (Schlaganfall Patienten usw.), auf Logopäden angewiesen sind!
Viele Kollegen sind bereits ins Ausland (Östereich und Schweiz) gegangen, da sie in Deutschland keinerlei Überlebensmöglichkeit sehen. Wenn man bedenkt, dass unser Berufsstand seit Jahrzehnten keine Anpassung der Sätze erhalten hat, kann ma die Dramatik die hinter dieser Entwicklung steckt ansatzweise nachvollziehen.
Informationen können Sie über mich, (Lisette Leopold www.berlin-logo.com) oder den Bundesverband dbl erfahren.
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